Wein, der Inbegriff des Dolce Vita

Weinreben

Schon Goethe wusste: Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken. Seit Jahrtausenden genießen Menschen diesen kostbaren Rebensaft, manche mit Maß, andere ohne, aber wahrscheinlich alle mit Hochgenuss. Wein ist ein Genussmittel im klassischen Sinne. Ein Begleiter zu kulinarischen Köstlichkeiten, eine unverzichtbare Zutat in den Gourmetküchen dieser Welt. Guter Wein steht exemplarisch für alle möglichen Szenarien des Alltags. Seien es tiefsinnige Gespräche in kleiner Runde, gesellige Feste bis tief in die Nacht oder einfach nur das Solo-Glas als Belohnung des Genießers für die überstandenen Qualen eines anstrengenden Tages.

Wein ist heute der Inbegriff des Dolce Vita, wie die Italiener sagen, und die müssen es ja wissen. Für die Liebhaber des leichten Genusses halten sie die weltweit geschätzten Sorten Pinot Grigio, Malvasia und Grillo bereit, die Anhänger der schweren Rotweine werden unter anderem mit Corvina, Rondinella und Molinara befriedigt. Aus diesen Rebsorten – manchmal ist auch ein kleiner Teil Sangiovese enthalten – zaubern Winzer den legendären Amarone della Valpolicella, einen Wein der, wenn er gut gemacht ist, seinem Genießer Tränen des Glücks in die Augen treibt. Top-Erzeuger verlangen da schon mal 500 Euro pro Flasche.

Apropos: Die teuerste Flasche Wein, die jemals in einer Auktion verkauft wurde, kostete 219.000 Euro und trägt den Namen „Chateau Cheval blanc“, das Weingut liegt in Saint Emilion im Anbaugebiet Bordeaux. Der feine Tropfen aus dem legendären Jahrgang 1947 ist heute noch trinkbar, ob der Käufer die Flasche tatsächlich entkorkt hat, ist allerdings nicht überliefert.

Aber keine Sorge, guter Wein muss nicht zwingend teuer sein. Ob spanischer Tempranillo, deutscher Spätburgunder, australischer Shiraz oder Malbec aus argentinischen Hochlagen – je nach Geschmack und Anspruch werden heute für 5 bis 10 Euro gut gemachte Weine für den täglichen Genuss angeboten. Geneigte Genießer sollten für sich durchaus abwägen, ob sie sich statt des Dornfelders beim Discounter für 1,99 Euro lieber einen ordentlichen Wein zulegen, der etwas mehr kostet, dafür aber authentisch ist und den Genuss in andere Sphären katapultiert. Denn eines ist seit jeher unbestritten: Wein ist Ausdruck eines Lebensgefühls, dem sich schon die großen griechischen Philosophen ausgiebig gewidmet haben. Für einen guten Wein muss man keinen Kleinkredit aufnehmen. Es gibt noch Perlen kleiner Winzer, die ihr Geld nicht ins Marketing und aufwändige Etiketten sondern in saubere ökologische Produktion investieren und ehrliche Tropfen abfüllen, die aller Ehren wert sind.

In diesem Sinne zitieren wir den allgegenwärtigen Weinpapst Hugh Johnson mit den Worten: „Weintrinker sehen gut aus, sind intelligent, sexy und gesund.“

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