Welcher italienische Wein ist gut?

Italienischer WeinWer an Wein denkt, dem kommt oft als erstes Frankreich in den Sinn. Doch auch Italien ist schon seit Jahrhunderten als Weinbauland berühmt. Welche die besten italienischen Weine sind und woher die hohe Qualität kommt, zeigen wir hier.

Was kann Italien als Weinland?

Italien ist vermutlich eines der interessantesten Weinländer. Der Staat hat eine lange und intensive Geschichte des Weinbaus aufzuweisen. Schon in der Antike zählten italienische Weine zur Spitzenklasse und wurden schnell in ganz Europa populär. Auch heute noch bauen alle Regionen des Landes Wein an - und das auf mehr als 900.000 Hektar Rebfläche.

Weil das Land über eine große Vielfalt an klimatischen und geologischen Bedingungen verfügt, ist auch das Weinangebot sehr facettenreich. Durch die starke Nord-Süd-Ausdehnung finden sich hier sowohl das Mikroklima der Berge als auch mediterrane, frostfreie Südtemperaturen. Mit Kalkstein, Schiefer und Mergel steigt auch die geologische Vielfalt ins Unermessliche.

Welchen Wein bietet uns Italien?

Die bekannteste Weinregion Italiens ist die Toskana. Von hier stammt der Spitzenwein Vino Nobile di Montepulciano, der durch den weichen Geschmack und eine rubinrote Farbe begeistert. Früher wurde sogar diese Sorte als "König der Weine" gehandelt. Auch der Piemont ist eine berühmte Region: Sie wurde durch die Rebsorte Nebbiolo bekannt. Die lang haltbaren, edlen Trauben erzeugen charakterstarke und tiefen Wein mit starkem Aroma.

In Südtirol werden regionale Sorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon und Gewürztraminer produziert. Der Erfolg liegt hier vor allem an dem interessanten, alpinen Mikroklima. Doch auch Süditalien zieht nach: Hier werden aus Negroamaro oder Primitivo kräftige, sonnige Weinsorten geschaffen. Diese sind ebenso fein wie auch kraftvoll. So schafft es der Süden des Landes langsam, einen eigenen Stil als Gegenpart zum berühmten Norden zu produzieren.

Die Qualität der italienischen Weine

Seit 2009 gibt es in Europa eine neue Weinmarktverordnung. So ist auch Italien nicht von neuen Qualitätsbezeichnungen verschont geblieben. Die höchste Stufe nennt sich nun DOP beziehungsweise Denominazione d'Origine Protetta. Danach kommt IGP (Indicazione Geografica Protetta), die etwa auf dem Stand des französischen Vin de Pays ist.

Doch diese Qualitätsbezeichnungen dürfen nicht zu ernst genommen werden. Sie sind bloß ein grober Richtwert - schon bei der Verwendung einer nicht zugelassenen Rebsorte kann ein Wein heruntergestuft werden. Das ist zum Beispiel bei einigen sehr starken Weinen aus der Toskana der Fall. Heutzutage sind alle Regionen Italiens ungefähr gleich stark, da jede mit anderen Besonderheiten aufwarten kann.
Zuletzt angesehen